St. Jakobshalle, Sanierung und Modernisierung.

Der Projektwettbewerb für die Sanierung und Modernisierung der St. Jakobshalle Basel ist entschieden. Dabei war nicht nur eine moderne Eventhalle gefordert, es wurden Lösungen gesucht, welche eine multifunktionale Nutzung ermöglichen. Ein Basler Planungsteam löste die anspruchsvolle Aufgabe überzeugend. Der 1. Preis ging an Berrel Berrel Kräutler AG in Zusammenarbeit mit Degelo Architekten AG, Basel.

Projektbeschrieb

Ausgangslage

Die St. Jakobshalle war zum Zeitpunkt ihrer Erstellung vorbildlich. In der Zwischenzeit haben sich die Veranstaltungen und die Anforderungen zum Teil stark verändert. Um diesem Umstand gerecht zu werden, hat der Komplex St. Jakobshalle über die Jahre hinweg viele einzelne Anpassungen erhalten. Nun stehen an vielen Stellen kleinere und grössere Veränderungen an. Diese wurden nun in einem Wettbewerb gebündelt. Damit bietet sich die Chance die heutigen Bedürfnisse, den Bestand und die notwendigen Anpassungen gesamthaft zu betrachten.

Von uns aus gesehen, sollte auch das äussere Erscheinungsbild einer kritischen Betrachtung unterzogen werden. Der Baukomplex wirkt in der architektonischen Ausgestaltung unentschlossen.

Ein Problem ergibt sich aus der Lage des Haupteingangs. Die Brüglingerstrasse mit dem Strasseneinschnitt lässt der Halle nicht das notwendige Vorfeld und Aussenfläche für grosse Veranstaltungen. Der Zugang von der St. Jakobsstrasse die das erforderliche Vorfeld bieten kann, wirkt wie ein Nebeneingang und hat keine Grosszügigkeit.

Strategie

Die Pflicht war die Lösung aller anstehenden Probleme mit der bestehenden Gebäudestruktur die schon in der Entstehungszeit vor allem statisch bis ins Detail ausgereizt war. In der Machbarkeitsstudie waren Lösungswege dazu schon angedacht. Diese wurden nun im Projekt verfeinert und ausgearbeitet. Die Kür war den Bestand mit den Neubauteilen zu einer neuen, klaren und starken Identität zu entwickeln. Dabei haben wir die Qualitäten des Bestandes erhalten und mit unseren Eingriffen neben der funktionalen auch die architektonische Qualität gesteigert, so dass ein stimmiges Gesamtbild entstand, als sei alles von Anfang an so gewesen.

Situation

An der St. Jakobsstrasse verorten wir den neuen Hauptzugang, die Adresse und den neuen Aussenbereich. Das Strassenniveau wird über den neu geschaffenen Platz bis ins Gebäude geführt. Mit dem grosszügig aufgespannten Dach wird die öffentliche Funktion des Gebäudes verdeutlicht und der Besucher würdig empfangen. Im Aussenbereich entsteht mit dem Dach ein geschützter Vorbereich und im Inneren ein vergrössertes Foyer das alle Funktionen logisch erschliesst.